Tabelle B GNotKG · i.d.F. KostBRÄG 2025 (Stand 01.06.2025)

Notarkosten-Rechner 2026 — was darf der Notar kosten?

Eine schnelle Orientierung für Hauskauf, GmbH-Gründung, Grundschuld, Testament, Ehevertrag oder Schenkung, gerechnet nach Tabelle B des GNotKG. Kostenlos, ohne Anmeldung, brutto inkl. 19 % USt.

Aktueller Rechtsstand (KostBRÄG 2025)Quelle pro Position (§ + KV-Nr.)Stripe-Käuferschutz auf 58 € Befund
Schätzung Notarkosten
3.959,73 €
brutto · inkl. 19 % USt
Netto Gebühren
3.307,50 €
Auslagenpauschale
20,00 €
Umsatzsteuer
632,23 €

Einzelpositionen

KV-Nr.BeschreibungSatzGeschäftswertBetrag
KV 21100Beurkundung Kaufvertrag2.0400.000,00 €1.570,00 €
KV 22110Vollzug der Urkunde0.5400.000,00 €392,50 €
KV 21201Auflassungsvormerkung0.5400.000,00 €392,50 €
KV 21200Beurkundung Grundschuld1.0320.000,00 €635,00 €
KV 22110Vollzug Grundschuld0.5320.000,00 €317,50 €
Auslagenpauschale (KV 32001)--20,00 €
Umsatzsteuer 19 %--632,23 €
Brutto-Summe--3.959,73 €

Hinweis · Schätzung nach Tabelle B GNotKG i.d.F. KostBRÄG 2025 (Stand 01.06.2025). Sonderfälle wie Auflagen, Vorbehalte oder Mehrfach-Vertretung können das Ergebnis verändern. Keine Rechtsberatung.

Wichtig — Schätzung, keine Rechtsdienstleistung: Diese Berechnung ist eine Orientierungs-Schätzung nach Tabelle B GNotKG. Verbindlich ist allein die schriftliche Kostenberechnung Ihres Notariats nach § 19 GNotKG. Keine Rechtsdienstleistung im Sinne des § 2 Abs. 1 RDG — der Rechner liefert eine technische Berechnung, keine Prüfung des konkreten Einzelfalls. Keine Steuerberatung (§§ 2, 3 StBerG).

Sonderfälle wie besondere Beurkundungsgegenstände in einer Urkunde (§ 111 GNotKG), Treuhandauftrag (KV 22201), Auslandsbezug, Fremdsprache (Übersetzungsauslagen nach § 26 GNotKG / KV 26001 ff.), Auflagen, Vorbehalte oder Mehrfach-Vertretung bleiben unberücksichtigt; die echte Rechnung kann 5–20 % abweichen. Grundbuchkosten sind NICHT enthalten (separate Rechnung des Grundbuchamts nach Anlage 1 GNotKG). Für die belastbare Position-für-Position-Prüfung gibt es unseren Befund-Service für 58 €.
Funktionsweise

Wie funktioniert der Notarkosten-Rechner?

Der Notarkosten-Rechner berechnet Notargebühren nach Tabelle B GNotKG (Anlage 2) in der Fassung KostBRÄG 2025. Sie wählen die Vorgangsart, tragen den Geschäftswert ein und sehen Brutto-Endsumme inklusive 19 % USt. Die Berechnung ist eine Schätzung — verbindlich ist allein die schriftliche Kostenberechnung des Notariats nach § 19 GNotKG.

Die Notarkostenberechnung folgt dem festen Schema: Geschäftswert × Faktor aus Anlage 1 GNotKG. Typische Faktoren sind 2,0 für Beurkundungen (Kaufvertrag, GmbH, Ehevertrag), 1,0 für Testamente und Grundschulden, 0,5 für Vollzug und Auflassungsvormerkung, 0,2 für Unterschriftsbeglaubigungen (max. 70 €). Auf die Summe kommen Dokumentenpauschale (KV 32001, max. 20 €) und 19 % USt. Grundbuchgebühren laufen separat über das Grundbuchamt (Anlage 1 GNotKG).

Vorgangsarten

Was kosten Notarkosten je Vorgangsart?

Notarkosten richten sich nach Geschäftswert × Gebührensatz aus Tabelle B GNotKG. Typische Faktoren: 2,0 (Beurkundung Kaufvertrag, GmbH-Vertrag, Ehevertrag, Schenkung), 1,0 (Einzeltestament, Grundschuld, Vorsorgevollmacht), 0,5 (Vollzug, Auflassungsvormerkung), 0,2 (Unterschriftsbeglaubigung, max. 70 €). Hauskauf 450.000 € + Grundschuld 300.000 € ≈ 4.317 € brutto, GmbH-Gründung mit Mindestwert 30.000 € ≈ 440 € brutto.

Beispielrechnungen

Drei Beispielrechnungen — Position für Position.

Diese Beispiele zeigen, wie eine echte Notarrechnung aufgebaut ist. Alle Beträge stammen aus dem gleichen Rechen-Code wie der Live-Rechner oben (Build-time-generiert aus lib/gnotkg.ts).

Hauskauf 450.000 € + Grundschuld 300.000 €

Klassischer Kaufvertrag mit gleichzeitiger Bestellung einer Grundschuld zur Finanzierung. Geschäftswert nach § 47 GNotKG = Kaufpreis, Grundschuld separat nach § 53 GNotKG = Nennbetrag.

PositionKV-Nr.FaktorGeschäftswertBetrag
Beurkundung KaufvertragKV 211002,0450.0001.770,00
Vollzug der UrkundeKV 221100,5450.000442,50
AuflassungsvormerkungKV 212010,5450.000442,50
Beurkundung GrundschuldKV 212001,0300.000635,00
Vollzug GrundschuldKV 221100,5300.000317,50
Netto-Gebühren3.607,50
Dokumentenpauschale (KV 32001, max. 20 €)20,00
19 % USt auf (Netto + Auslagen)689,23
Brutto-Notar-Rechnung4.316,73
Beurkundung Kaufvertrag
KV 21100 · Faktor 2,0 · 450.000
1.770,00
Vollzug der Urkunde
KV 22110 · Faktor 0,5 · 450.000
442,50
Auflassungsvormerkung
KV 21201 · Faktor 0,5 · 450.000
442,50
Beurkundung Grundschuld
KV 21200 · Faktor 1,0 · 300.000
635,00
Vollzug Grundschuld
KV 22110 · Faktor 0,5 · 300.000
317,50
Netto-Gebühren
3.607,50
Dokumentenpauschale
20,00
19 % USt
689,23
Brutto-Notar-Rechnung
4.316,73

GmbH-Gründung mit Stammkapital 25.000 €

Bei einer GmbH-Gründung gilt der Mindestgeschäftswert von 30.000 € nach § 105 Abs. 1 Satz 2 GNotKG, auch wenn das Stammkapital niedriger ist. Bei Gründung per Musterprotokoll (§ 2 Abs. 1a GmbHG) gelten Sonderregeln nach § 105 Abs. 6 GNotKG.

PositionKV-Nr.FaktorGeschäftswertBetrag
Beurkundung GesellschaftsvertragKV 211002,030.000250,00
Vollzug / HR-AnmeldungKV 221100,530.00062,50
XML-StrukturierungKV 252010,330.00037,50
Netto-Gebühren350,00
Dokumentenpauschale (KV 32001, max. 20 €)20,00
19 % USt auf (Netto + Auslagen)70,30
Brutto-Notar-Rechnung440,30
Beurkundung Gesellschaftsvertrag
KV 21100 · Faktor 2,0 · 30.000
250,00
Vollzug / HR-Anmeldung
KV 22110 · Faktor 0,5 · 30.000
62,50
XML-Strukturierung
KV 25201 · Faktor 0,3 · 30.000
37,50
Netto-Gebühren
350,00
Dokumentenpauschale
20,00
19 % USt
70,30
Brutto-Notar-Rechnung
440,30

Einzeltestament mit Reinvermögen 400.000 €

Beurkundung eines Einzeltestaments (eine Person). Faktor 1,0 nach KV 21200. Geschäftswert nach § 102 GNotKG = Reinvermögen. Berliner Testament (zwei Personen, wechselbezüglich) wäre Faktor 2,0 → ca. 1.892 € brutto.

PositionKV-Nr.FaktorGeschäftswertBetrag
Beurkundung EinzeltestamentKV 212001,0400.000785,00
Netto-Gebühren785,00
Dokumentenpauschale (KV 32001, max. 20 €)20,00
19 % USt auf (Netto + Auslagen)152,95
Brutto-Notar-Rechnung957,95
Beurkundung Einzeltestament
KV 21200 · Faktor 1,0 · 400.000
785,00
Netto-Gebühren
785,00
Dokumentenpauschale
20,00
19 % USt
152,95
Brutto-Notar-Rechnung
957,95

Hinweis: Grundbuch-Eintragungsgebühren und Grunderwerbsteuer sind NICHT enthalten — separate Bescheide. Beim Berliner Testament (zwei Personen, wechselbezügliche Verfügungen) gilt Faktor 2,0 statt 1,0 → bei 400.000 € Reinvermögen ca. 1.892 € brutto.

Echte Rechnung weicht 5–20 % ab? Häufigster Fehler ist falsch angesetzter Faktor bei KV 22110 oder doppelter Geschäftswert bei der Auflassungsvormerkung. Der schriftliche Befund nennt jeden Paragrafen.
Schriftlicher Befund · 58 € · einmalig
Rechtsgrundlage

Tabelle B GNotKG + KostBRÄG 2025 — die Werte hinter dem Rechner.

Die Notar-Gebühren ergeben sich aus § 34 GNotKG i.V.m. Anlage 2 (Tabelle B). Die Reform durch KostBRÄG 2025 (BGBl. 2025 I Nr. 109, in Kraft 01.06.2025) hat das Kostenrecht für Gerichts- und Notariatsverfahren angepasst, u. a. die Dokumentenpauschale (KV 32001) auf höchstens 20 € erhöht und einzelne KV-Positionen aktualisiert. Die hier verwendeten Tabelle-B-Werte stammen aus der aktuell geltenden Anlage 2 GNotKG (Stand 01.06.2025).

Faktor-Tabelle (Auszug aus Anlage 1 GNotKG i.d.F. KostBRÄG 2025)

KV-Nr.VorgangFaktorGeschäftswert-Basis
KV 21100Beurkundung Kaufvertrag2,0Kaufpreis (§ 47 GNotKG)
KV 21100Berliner Testament / Erbvertrag (zwei Personen)2,0Reinvermögen beider (§ 102 GNotKG)
KV 21100GmbH-Gesellschaftsvertrag2,0Stammkapital · min. 30.000 € (§ 105 GNotKG)
KV 21100Ehevertrag2,0Reinvermögen (§ 100 GNotKG)
KV 21100Schenkungsvertrag2,0Wert der Zuwendung (§ 97 GNotKG)
KV 21200Einzeltestament (eine Person)1,0Reinvermögen (§ 102 GNotKG)
KV 21200Grundschuldbestellung1,0Nennbetrag (§ 53 GNotKG)
KV 21200Vorsorgevollmacht (Beurkundung)1,0Reinvermögen
KV 21201Auflassungsvormerkung0,5Kaufpreis (separat)
KV 22110Vollzug der Urkunde0,5Hauptgeschäftswert
KV 22201Betreuungsgebühr (Treuhand)0,5Hauptgeschäftswert
KV 25201XML-Strukturierung (HR-Anmeldung)0,3Stammkapital
KV 25100Unterschriftsbeglaubigung0,2Geschäftswert · min. 20 €, max. 70 €
KV 32001Dokumentenpauschale20 % v. Gebühren, max. 20 €
KV 32014Durchlaufende Gerichtskostentatsächlich · keine USt
Geschäftswert

Wie wird der Geschäftswert ermittelt?

Der Geschäftswert nach GNotKG ist je Vorgang gesetzlich definiert: Kaufvertrag = Kaufpreis (§ 47 GNotKG), Testament = Reinvermögen des Erblassers (§ 102 GNotKG), GmbH-Gründung = Stammkapital, mindestens 30.000 € (§ 105 Abs. 1 Satz 2 GNotKG), Grundschuld = Nennbetrag (§ 53 GNotKG), Schenkung = Wert der Zuwendung (§ 97 GNotKG), Ehevertrag = Reinvermögen (§ 100 GNotKG). Bei besonderen Beurkundungsgegenständen in einer Urkunde gilt § 111 GNotKG.

Tiefere Details, Sonderfälle und Mindest-/Höchstwerte je Vorgang finden Sie in unserem Geschäftswert-Leitfaden: Geschäftswert nach GNotKG bestimmen.

Auslagen + USt

Auslagen, USt und Brutto-Logik.

Neben den Gebühren fallen Auslagen an: Dokumentenpauschale (KV 32001, max. 20 € seit KostBRÄG 2025 — vorher 15 €), Porto (KV 32002, tatsächlich) und durchlaufende Gerichtskosten (KV 32014). Auf Gebühren und Dokumentenpauschale fallen 19 % USt nach § 12 Abs. 1 UStG. Durchlaufende Gerichtskosten sind nach § 10 Abs. 1 S. 5 UStG umsatzsteuerfrei (durchlaufender Posten) — sie werden vom Notar nur weitergeleitet.

Brutto-Formel: Brutto = Netto + Auslagen + 19 % × (Netto + Auslagen). Der Rechner setzt diese Formel um.

Eskalations-Pfad

Wenn die Rechnung zu hoch ist.

Typische Fehlerquellen: falscher Faktor (z. B. 2,0 statt 1,0 bei Einzeltestament), doppelter Geschäftswert bei Auflassungsvormerkung, vergessene Mindest-/Höchst-Deckelung bei KV 25100, falsche USt-Basis (USt auf durchlaufenden Posten KV 32014).

Sie können gegen die Kostenberechnung Ihres Notars Beschwerde beim Landgericht einlegen (§ 127 GNotKG). Eine kurze Frist greift im Regelfall nicht; jedoch endet die Antragsmöglichkeit nach § 127 Abs. 2 GNotKG mit Ablauf des Kalenderjahres, das auf das Jahr der Zustellung der vollstreckbaren Ausfertigung folgt. Die weitere Beschwerde gegen den LG-Beschluss ist nach § 129 GNotKG i.V.m. FamFG fristgebunden (typisch 2 Wochen). Muster zur Beschwerde: § 127 GNotKG Beschwerde-Muster.

Abgrenzung

Grundbuchkosten ≠ Notarkosten.

Häufiger User-Fehler: Grundbuch-Eintragungsgebühren werden mit Notarkosten verwechselt. Tatsächlich sind das zwei separate Rechnungen — die Grundbuch-Rechnung kommt vom Grundbuchamt nach Anlage 1 GNotKG (Kostenverzeichnis). Typische Positionen beim Hauskauf:

  • KV 14110: Eigentumsumschreibung — Gebührensatz 1,0, Geschäftswert = Kaufpreis
  • KV 14121: Grundschuld-Eintragung — Gebührensatz 1,0, Geschäftswert = Nennbetrag der Grundschuld
  • Hinweis: Diese Gebühren sind nicht Teil der Notar-Rechnung — sie laufen über einen separaten Kostenbescheid des Amtsgerichts (Grundbuchamt). Die KostBRÄG 2025 hat Anlage 1 GNotKG angepasst — konkrete Stufenwerte bitte direkt der amtlichen Anlage entnehmen oder über das Grundbuchamt anfragen.
Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Notarkosten-Rechner.

Wie genau ist der Notarkosten-Rechner?+
Der Rechner verwendet Tabelle B GNotKG in der seit 01.06.2025 geltenden Fassung (KostBRÄG 2025, BGBl. 2025 I Nr. 109) und liefert für Standard-Vorgänge eine punktgenaue Schätzung. Bei Sonderfällen (Auflagen, Vorbehalte, Mehrfach-Vertretung nach § 111 GNotKG, Treuhand) kann die tatsächliche Rechnung um 5 bis 20 % abweichen.
Was kostet die Nutzung?+
Der Rechner ist kostenlos, ohne Anmeldung und ohne E-Mail. Die optionale Befund-Prüfung Ihrer echten Rechnung kostet einmalig 58 € als Festpreis (kein Abo).
Welche Vorgangsarten werden unterstützt?+
Immobilienkauf inkl. Grundschuld, GmbH-Gründung, isolierte Grundschuldbestellung, Testament, Ehevertrag, Schenkung und Unterschriftsbeglaubigung. Für Sonderfälle: schreiben Sie uns über das Kontaktformular.
Sind die berechneten Notarkosten verbindlich?+
Nein. Der Rechner liefert eine Schätzung nach Standard-Tabelle. Verbindlich ist allein die schriftliche Kostenberechnung Ihres Notariats nach § 19 GNotKG. Unsere Prüfung (58 €) vergleicht diese Rechnung gegen die gesetzliche Tabelle B.
Wann lohnt sich die kostenpflichtige Prüfung?+
Wenn die berechneten Notarkosten von der echten Rechnung mehr als 50 € abweichen, ist eine schriftliche Zweitprüfung empfehlenswert. Der Befund nennt jeden Paragrafen und kann direkt für eine Korrekturanfrage verwendet werden.
Was hat sich durch KostBRÄG 2025 geändert?+
KostBRÄG 2025 (BGBl. 2025 I Nr. 109, in Kraft 01.06.2025) hat das Kostenrecht für Gerichts- und Notariatsverfahren angepasst. Zu den geänderten Punkten zählen unter anderem die Anhebung der Dokumentenpauschale (KV 32001) auf höchstens 20 € sowie Anpassungen in den Gebührentabellen und einzelnen KV-Positionen. Die aktuell geltenden Werte stehen in Anlage 1 und Anlage 2 GNotKG i.d.F. KostBRÄG 2025 (siehe gesetze-im-internet.de/gnotkg).
Wer trägt die Notarkosten beim Hauskauf?+
Nach § 448 Abs. 2 BGB trägt der Käufer die Notarkosten für den Kaufvertrag sowie die Grundbuch-Eintragung. Die Verkäuferseite trägt nur die Löschung etwaiger noch eingetragener Grundschulden. Davon kann vertraglich abgewichen werden — Standardpraxis ist aber „Käufer zahlt alles".
Wie wird der Geschäftswert ermittelt?+
Der Geschäftswert ist je Vorgang gesetzlich definiert: Kaufvertrag = Kaufpreis (§ 47 GNotKG), Testament = Reinvermögen (§ 102 GNotKG), GmbH = Stammkapital, mindestens 30.000 € (§ 105 Abs. 1 Satz 2 GNotKG), Grundschuld = Nennbetrag (§ 53 GNotKG), Schenkung = Wert der Zuwendung (§ 97 GNotKG), Ehevertrag = Reinvermögen (§ 100 GNotKG).
Was kostet ein Notar bei 400.000 € Hauskauf?+
Bei 400.000 € Kaufpreis ohne Grundschuld fallen rund 2.826 € brutto an: 1.570 € Beurkundung (KV 21100, Faktor 2,0 × 785 € Tabelle-B-Stufe) + 392,50 € Vollzug (KV 22110, 0,5) + 392,50 € Auflassungsvormerkung (KV 21201, 0,5) + 20 € Dokumentenpauschale + 451,25 € USt. Mit Grundschuld 320.000 € (Stufe „bis 320k" = 635 €) steigt die Summe auf ca. 3.960 € brutto (Brutto-Wert gegen lib/gnotkg.ts verifiziert).
Was kostet ein Berliner Testament?+
Berliner Testament (gemeinschaftliches Testament zweier Ehegatten mit wechselbezüglichen Verfügungen) wird nach KV 21100 mit Faktor 2,0 berechnet — der doppelte Satz eines Einzeltestaments. Bei Reinvermögen 400.000 € fallen rund 1.892 € brutto an (785 € × 2,0 + Auslagen + 19 % USt).
Sind die Notarkosten steuerlich absetzbar?+
Beim selbstgenutzten Eigenheim NICHT als Werbungskosten oder Sonderausgaben absetzbar. Bei vermieteten Immobilien als Anschaffungsnebenkosten Teil der Abschreibung (AfA). Bei Gewerbeimmobilien meist sofort als Betriebsausgabe. Für genaue Einordnung: Steuerberater fragen — wir geben keine Steuerberatung.
Was sind Auslagen — und wann werden 19 % USt erhoben?+
Auslagen sind Dokumentenpauschale (KV 32001, max. 20 €), Porto (KV 32002) und durchlaufende Gerichtskosten (KV 32014). USt fällt auf Notar-Gebühren plus Dokumentenpauschale (§ 12 Abs. 1 UStG). Durchlaufende Gerichtskosten sind nach § 10 Abs. 1 S. 5 UStG umsatzsteuerfrei (durchlaufender Posten).
Wie unterscheiden sich Notarkosten und Grundbuchkosten?+
Notarkosten = Notar-Rechnung nach Anlage 1 GNotKG (Kostenverzeichnis) i.V.m. Anlage 2 (Tabelle B). Grundbuchkosten = separate Rechnung des Grundbuchamts nach Anlage 1 GNotKG (KV 14110 Eigentumsumschreibung 1,0 + KV 14121 Grundschuld-Eintragung 1,0). Beide Tabellen wurden durch KostBRÄG 2025 (BGBl. 2025 I Nr. 109, 01.06.2025) angepasst — die konkreten neuen Stufenwerte für Grundbuchsachen entnehmen Sie bitte direkt der amtlichen Anlage 1 GNotKG.
Wie reklamiere ich eine zu hohe Notarrechnung?+
Schriftliche Beschwerde nach § 127 GNotKG beim Landgericht. Eine kurze Frist gibt es im Regelfall nicht — die Antragsmöglichkeit endet aber nach § 127 Abs. 2 GNotKG mit Ablauf des Kalenderjahres, das auf das Jahr der Zustellung der vollstreckbaren Ausfertigung folgt. Die weitere Beschwerde gegen den LG-Beschluss ist nach § 129 GNotKG i.V.m. FamFG fristgebunden (typisch 2 Wochen). Muster: /wissen/paragraph-127-gnotkg-beschwerde-muster.
Gibt es eine Mindestgebühr?+
Ja. Nach § 34 Abs. 5 GNotKG beträgt die Mindestgebühr je Position 15 €. Bei Unterschriftsbeglaubigung (KV 25100) zusätzlich Höchstbetrag 70 €.
Wie lange dauert die 58-€-Befund-Prüfung?+
Werktags binnen 24 bis 48 Stunden nach Zahlungseingang. Sie erhalten eine PDF mit Position-für-Position-Auswertung gegen Tabelle B GNotKG, inklusive konkreter Reklamations-Formulierung wo nötig.
Welche Verbraucherschutz-Frist gilt beim Hauskauf?+
Nach § 17 Abs. 2a Satz 2 Nr. 2 BeurkG soll der Vertragsentwurf im Regelfall zwei Wochen vor der Beurkundung übergeben werden, sofern Verbraucher beteiligt sind. Eine Unterschreitung ist möglich, muss aber in der Niederschrift begründet werden. Verstösse begründen erweitertes Beratungs-Risiko für den Notar, nicht automatische Nichtigkeit des Vertrags.
Bekomme ich mein Geld zurück, wenn der Befund keine Fehler findet?+
Der Befund-Service ist eine gutachtliche Prüfung — auch ein Befund „keine Beanstandung" ist eine erbrachte Leistung. Wenn die Prüfung technisch nicht durchführbar ist (z. B. unleserliche Rechnung), erstatten wir freiwillig. Stripe-Käuferschutz greift bei nicht-erbrachter Leistung.
Echte Rechnung prüfen lassen

Schätzung weicht ab? Wir prüfen Ihre echte Notarrechnung gegen das Gesetz.

Wenn Ihre Notarrechnung mehr als 50 € über unserer Schätzung liegt, lohnt sich oft die Zweitprüfung. Wir vergleichen jede Position gegen Tabelle B GNotKG i.d.F. KostBRÄG 2025 und liefern einen schriftlichen Befund mit Paragraf-Zuordnung — direkt verwertbar für eine Korrekturanfrage oder § 127 GNotKG-Beschwerde.

Notarrechnung prüfen · 58 € · einmaligWann lohnt sich die Prüfung?

Letzte Aktualisierung: 2026-05-30 · Rechtsgrundlage: GNotKG i.d.F. KostBRÄG 2025 (BGBl. 2025 I Nr. 109) · Redaktion: notar-check.de