Notarkosten prüfen 2026, was prüfen, was tun, wenn Notarkosten zu hoch sind
Bei einem Immobilienkauf für 400.000 € liegen die Notarkosten typischerweise zwischen 4.000 € und 6.000 €, je nachdem, was im Kaufvertrag steht. Ist Ihre Rechnung höher? Dann lohnt es sich, sie zu prüfen, bevor Sie zahlen. So gehen Sie vor.
Was sind Notarkosten?
Notarkosten sind die Gebühren, die ein deutscher Notar nach dem GNotKG für seine Tätigkeit berechnen darf. Sie sind nicht verhandelbar, der Notar darf weder Rabatt geben noch über dem Gesetz abrechnen. Diese Bindung ist Ihre Chance: weil die Gebühren öffentlich-rechtlich festgelegt sind, lassen sie sich nachrechnen.
Notarkosten Hauskauf, typische Positionen
Bei einem klassischen Immobilienkauf taucht in der Regel auf:
- Beurkundung Kaufvertrag (KV 21100), 2,0-Gebühr aus dem Kaufpreis
- Vollzug der Urkunde (KV 22110), 0,5-Gebühr aus dem Kaufpreis
- Betreuung des Verkäufers/Käufers, falls einschlägig
- Auflassungsvormerkung (KV 21201), meist 0,5-Gebühr aus dem Kaufpreis
- Grundschuldbestellung (KV 21200), 1,0-Gebühr aus dem Nennbetrag der Grundschuld
- Auslagenpauschale (KV 32001), seit KostRÄG 2025 max. 30 €
- Umsatzsteuer 19 %, auf Gebühren und Auslagen
Eine detaillierte Beispielrechnung für 400.000 € Kaufpreis finden Sie unter Notarkosten beim Hauskauf.
Notarkosten zu hoch, die häufigsten Gründe
- Falscher Geschäftswert. Wurde mitverkauftes Inventar (Küche, Möbel) korrekt aus dem Kaufpreis herausgerechnet?
- Doppelte Gebühr. Wurde die Vollzugsgebühr separat berechnet, obwohl sie in der Beurkundung enthalten war?
- Auslagenpauschale ohne Deckelung. KV 32001 ist seit KostRÄG 2025 auf 30 € gedeckelt.
- Betreuungsgebühr ohne Begründung. KV 25100 setzt eine konkrete, dokumentierte Betreuungstätigkeit voraus.
Notarrechnung reklamieren, der korrekte Weg
Stoßen Sie auf eine Abweichung, ist der erste Schritt freundlich-formell:
- Senden Sie dem Notariat eine schriftliche Anfrage. Verweisen Sie auf die konkrete Position, die KV-Nummer und den Paragrafen, gegen den die Position aus Ihrer Sicht verstößt.
- Der Notar muss innerhalb angemessener Frist antworten und die Position entweder korrigieren oder begründen.
- Bleibt die Differenz, können Sie nach § 127 GNotKG den Antrag auf gerichtliche Entscheidung stellen. Die Frist beträgt zwei Wochen ab Zustellung des Kostenbescheids.
Eine ausführliche Erklärung zum Vorgehen finden Sie unter Notarrechnung zu hoch, wie Sie prüfen und reagieren.
Was kostet die Prüfung?
NotarCheck prüft Ihre Kostenberechnung für 58 € einmalig, mit schriftlichem Befund und Paragraf-Zuordnung. Die Investition rechnet sich praktisch immer, sobald eine Abweichung im zwei- oder dreistelligen Eurobereich vorliegt, und auch dann, wenn keine Abweichung gefunden wird, weil Sie für sich Klarheit haben.
Häufige Fragen
Sind Notarkosten verhandelbar?
Wer zahlt die Notarkosten beim Hauskauf?
Wie hoch sind Notarkosten beim Hauskauf 2026?
Wann ist eine Notarrechnung „zu hoch"?
Wie reklamiert man eine Notarrechnung?
Was kostet eine externe Prüfung?
Können Notarkosten zurückgefordert werden?
Welche Frist gilt für die Beanstandung?
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